Öffentlichkeitsarbeit an der Müritz

Baumpilze auf alten Buchen in einem Buchenwald

Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr. Beim Blick raus aus dem Fenster auf den nebelverhangenen Morgen erinnere ich mich daran, dass sich das frühe Aufstehen hier lohnt. Unsere WG ist im Moment mit fünf Leuten gut belegt. Dank des unterschiedlichen Rhythmus kann ich dennoch entspannt ins Bad, zwei sind zu dieser Uhrzeit schon unterwegs.

Während ich noch schnell einen Kaffee trinke, packe ich mein Frühstück für später ein. Gegen 7 Uhr geht’s aufs Fahrrad Richtung Hohenzieritz. Die Fahrt ist mit einer Stunde zwar nicht gerade kurz, aber die Bewegung am Morgen tut gut – und die ein oder andere Tierbegegnung ist garantiert.

Im Schloss Hohenzieritz angekommen, dem Sitz des Nationalparkamtes, werfe ich mich in frische Klamotten und starte den Rechner. Im Team der Öffentlichkeitsarbeit sind wir zu fünft und nach einem kurzen Plausch übers Wochenende startet der Tag. Vergangene Woche habe ich an der Führung „Im Reich der Greifvögel“ teilgenommen und Bildmaterial für die Öffentlichkeitsarbeit erstellt (und im selben Zug natürlich selbst eine tolle Zeit bei der Führung gehabt, immerhin hatte ich meine erste Seeadler-Sichtung). Zur Führung soll heute ein Post auf Instagram rausgehen. Ich sortiere meine Fotos und wähle die besten aus. Das Layout entsteht in Canva und der Text ist nach ein paar Überlegungen zu den Highlights der Führung dann auch geschrieben. Nach kurzer Absprache mit der Kollegin für digitale Medien plane ich den Post zur Mittagszeit zu veröffentlichen.

Danach steht Korrekturlesen auf dem Plan. Eine neue Infotafel für Kratzeburg steht kurz vor der finalen Version und soll inhaltlich nochmal gecheckt werden. Mit meinem „Blick von außen“ entdecke ich kleine Unklarheiten und merke wieder, wie wichtig gegenseitiges Feedback in der Öffentlichkeitsarbeit ist – auch für die eigenen Texte. Zack ist es schon Mittag und nach kurzer Post-Veröffentlichung, geht’s zur Mittagspause.

Meistens esse ich mit den Kolleg:innen aus dem Amt draußen mit Blick auf den Schlossgarten. Dabei erfreue ich mich an dem Blick in die Ferne und auf die Schwalben, die über die Wiese jagen. Am Nachmittag arbeite ich an einem Informations-Flyer weiter, den ich gerade gestalte. Hierfür müssen noch Text und Layout in Adobe InDesign überarbeitet werden. Zum Abschluss geht die Datei per Mail für Feedback an die Verantwortlichen.

Und schon ist dieser Arbeitstag wieder vorbei. Der Fahrradweg ist mit Musik auf den Ohren schnell geschafft. Zu Hause wird noch gekocht und mit den Mitbewohnis gequatscht. Es folgt noch ein kurzer Spaziergang durch den Park entlang des Moorstegs. Unterwegs in der Natur entdeckt man eigentlich immer etwas, wenn man nur die Augen offenhält. Diesmal waren es die Baumpilze an den alten Buchen, die mir ins Auge gesprungen sind. Wieder zurück packe ich noch für den nächsten Tag und dann geht’s ab ins Bett.

Verena Staudinger

Umweltpraktikantin 2025

Ort

Müritz-Nationalpark