Ein Sprung ins kalte Wasser

Die Sonne steht hinter einem Fels, man sieht dessen Umriss sowie den von zwei Bäumen, es ist sehr nebelig

Die Sonne hat uns heute mal wieder mit besonders viel Energie begrüßt. An einem baumund damit schattenlosen Elbufer in Wehlen sitzen wir und warten auf die Ankunft einer siebten Klasse. Fast 30 Kinder, die mehr oder weniger gespannt erwarteten, einen Einblick in den Nationalpark Sächsische Schweiz und seine einzigartigen Schluchtenlandschaften zu bekommen.

Eigentlich ein ansprechender Gedanke, wenn man als Besucher da wäre. Wir waren aber nun nach einer kurzen, aber tiefgründigen Einführung das erste Mal hier, um anderen diesen Einblick zu geben. Die Nervosität war da vorprogrammiert. Die galt es dann zu vergessen, als die Gruppe aus der Fähre stieg und augenblicklich unterhalten werden wollte.

Nach dem Einführungsteil wurde in Untergruppen geteilt und wir waren auf uns allein gestellt. Einmal kurz durchatmen, sich an die Hinweise der Einführungswochen zurückerinnern und souverän wirken. Die Tour führte durch Felsschluchten und befasste sich mit dem Thema der Romantik. Die Fähigkeit, eine sechste Klasse für „uralte“ Kunst zu begeistern, war zwar noch nicht in meinem Repertoire, aber trotzdem gelang es, die Kinder mehrere Stunden ohne Zwischenfälle zu unterhalten.

Als dann auch mal eine Aktivität anstand, die den Kindern besonders gefiel und von der sie kaum mehr wegzukriegen waren, war klar: Es läuft gut. Ebenso erging es den anderen Praktikanten, und am Ende standen wir alle wieder mit Stolz am Elbufer, sahen die Klasse gehen und konnten nun die Gewissheit mitnehmen, dass wir dieser Aufgabe gewachsen waren. 

Diese Erfahrung des „Sprungs ins kalte Wasser“ sollte uns alle die folgenden Wochen noch begleiten, und bei jedem neuen Anflug von Nervosität oder Zweifeln an der eigenen Tätigkeit konnte man sich daran zurückerinnern, wie erfolgreich diese erste Führung, trotz blanker Nerven, lief.

Tom Abraham

Umweltpraktikant 2025

Ort

Nationalpark Sächsische Schweiz