Ein facettenreicher Arbeitstag
Hallo zusammen, mein Commerzbank Umweltpraktikum ist fast vorüber und bisher fiel es mir schwer mich für einen Tag zu entscheiden, über den ich schreiben möchte, um die Vielfalt, die ich erleben durfte, ausreichend zu beschreiben.
Doch heute dachte ich mir, der Tag ist perfekt, um möglichst viele Facetten meines Praktikums darzustellen.
Gestern Abend ist der erste Schnee gefallen und als ich heute Morgen aus meinem Bürofenster geschaut habe, überzog eine weiße Schicht die Landschaft.
Mein Tag begann also im Büro, mit einigen Telefonaten, um meinen Tagesablauf nochmal mit einigen Kollegen abzustimmen.
Dann ging es auch schon los mit einer Grundlagenschulung zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Gemeinsam mit meiner Kollegin Linda, die die Partnerinitiative betreut, habe ich diese Schulung online durchgeführt. Diese Schulung ist für die zertifizierten Partnerinnen und Partner des Biosphärengebiets, um sie in ihrer Rolle als Multiplikatoren des Biosphärengebiets zu stärken. In der Schulung ging es um Biosphärenreservate im Allgemeinen und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb im Besonderen, von der Entstehung bis hin zu den Handlungsfeldern des Biosphärengebiets. Der Fokus lag darauf, unseren Partnern verschiedene Informationen an die Hand zu geben, um sie an Gäste und Interessierte weiter zu geben, z.B. zu touristischen Angeboten und Highlights, den naturräumlichen Besonderheiten oder auch den Voraussetzungen, die Biosphärenreservate zu erfüllen haben, wie beispielsweise die Unterteilung in drei Zonen.
Auch die Entstehungsgeschichte des Biosphärengebiets Schwäbische Alb wurde aufgezeigt, auch im Hinblick darauf, dass sich das Biosphärengebiet aktuell mitten in einem mehrjährigen Erweiterungsprozess befindet. Der nach vielen partizipativen Veranstaltungen in den interessierten Erweiterungs-Kommunen nun in der Phase der rechtlichen Ausweisung ist.
Alle Aspekte und Aufgabenfelder, die es im Biosphärengebiet gibt, wurden thematisiert und näher erläutert. Gegen Ende der Schulung ging es natürlich noch um die Partnerinitiative, denn die Mitarbeit und das Engagement der Betriebe und Einzelpersonen ist sehr wichtig für das Biosphärengebiet. Über die Inhalte der Schulung könnte ich noch viel mehr berichten, aber dann käme ich nicht mehr dazu von den restlichen Erlebnissen meines Tages zu berichten.
Im Anschluss an ein stärkendes Mittagessen ging es nämlich direkt weiter nach Bad Urach. Der Uracher Wasserfall dort ist ein richtiger Hotspot für Besuchende, aber auch mitten im Naturschutzgebiet Rutschen. Mit Luise und Steffen, zwei Rangern, war ich dort auf Streife, denn im direkten Konflikt zu dem Besucherandrang am Wasserfall kommen dort einige Pflanzenarten vor, die besonders trittempfindlich sind. Auch der geologische Prozess der Bildung von Kalktuff, der dort die Szenerie prägt, ist besonders empfindlich und wird ebenfalls durch Trittbelastungen gestört. Deshalb ist es besonders wichtig, die Besuchenden vor Ort aufzuklären.
Am Abend hatte ich dann noch die Möglichkeit, Adelheid und Rainer, zwei andere Kollegen, zur Mitgliederversammlung des Vereins der naturschutzorientierten Regionalmarke ALBGEMACHT zu begleiten. Das war besonders spannend für mich, da ich ganz am Anfang meines Praktikums die Möglichkeit hatte, an einer internationalen Tagung zu Regionalmarken in Großschutzgebieten teilzunehmen. So konnte ich jetzt gegen Ende meines Praktikums nochmal zurückblicken und manche Erkenntnisse aus diesem zweitägigen Austausch wieder in Erinnerung rufen. Außerdem zeigt dieses Projekt nochmal, wie wichtig es, ist eine Verbindung zu schaffen und Akteure untereinander zu vernetzen und diese Prozesse dann auch zu begleiten.
Ein rundum gelungener und wie immer abwechslungsreicher Tag hier im Biosphärengebiet Schwäbische Alb neigt sich somit dem Ende zu.
Theresa Fedderau
Umweltpraktikantin 2025
Ort
Biosphärengebiet Schwäbische Alb