Bam und Bom
Heute am 07.08.2025 war ein spannender Tag, weil ich die Junior Ranger in ihrem Ferienprogramm auf einer Wanderung zum Rachelsee begleiten durfte. Die Gruppe wurde von den beiden lieben Rangern Kristin und Willi geführt. Der Tag begann recht holprig, indem mein Fahrrad auf dem Weg zum Treffpunkt einen Platten bekam.
Da dies schon ziemlich am Anfang geschah habe ich erst einmal eine dreiviertel Stunde das schwere E-Bike durch den Wald schieben dürfen. Die Ranger warteten schon auf mich und beschäftigten die Kinder so lange mit Spielen. Die Kinder Gruppe kannte ich vom Tag zuvor bereits von ihrem Ausflug ins Jugendwaldheim. Alle begrüßten mich freundlich und wir starteten mit der Wanderung. Bereits zu Beginn wurden die Kinder gebeten, nach einem auffälligen Baum am Wegrand Ausschau zu halten. Dies war ein erst vom Borkenkäfer betroffener und später vom Specht bearbeiteter noch stehender toter Baum. Die Kinder konnten alle Spechtarten aufzählen.
Auf unserem Weg nach oben passierten wir noch einige andere interessante Bäume, über die die Kinder etwas lernen konnten. Den Elfjährigen, die allesamt aus den umliegenden Ortschaften kamen und einen guten bayrischen Dialekt hatten, fiel schnell auf, dass ich sie des Öfteren überhaupt nicht verstehen konnte. So machten sie sich den Spaß, mir als gebürtige Berlinerin einige Bayrische Wörter beizubringen. Am witzigsten fand ich Bam und Bom für Baum und Boden. Und wenn ich die Kinder zwischendurch nicht mehr verstand, redeten sie auch immer wieder ganz lieb Hochdeutsch mit mir.
Ich konnte ihnen auch ein zwei Wörter aus Berlin beibringen, wie dass der Krapfen oder Berliner bei uns Pfannkuchen heißt und der Pfannkuchen bei uns Eierkuchen heißt. Nach all der Plauderei kamen wir schon oben an und freuten uns alle über den schönen Ausblick über den Rachelsee. Die Kinder konnten erst verschnaufen und wurden dann über ihr erlangtes Wissen der letzten Tage abgefragt. Ich war sehr erstaunt über das Wissen dieser Kindergruppe, die jetzt einige Dinge wussten, die selbst ich vorher nicht wusste. Anschließend liefen wir wieder zurück zum Startpunkt, wo die Kinder abgeholt wurden. Für mich war der Tag auch vorbei und ich freute mich über meine äußerst nette Gesellschaft.
Lavinia Dannenberg
Umweltpraktikantin 2025
Ort
Nationalpark Bayerischer Wald