Zwiefalter Ach

Ein klares Gewässer mit viel grüner Vegetation im Wasser und am Ufer. Außerdem sind einige tote Äste am Rand sowie zwei Stockenten im Wasser zu erkennen.

Meine Aufgaben hier in der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwäbische Alb sind sehr vielfältig. Es gibt viel zu entdecken und zu lernen, innerhalb der verschiedenen Teams, zu denen ich mich frei zuordnen kann. Am liebsten bin ich draußen unterwegs und genieße es, wenn ich Aufgaben im Gelände zu erledigen habe. Ich finde es ziemlich schwer einen typischen Tag für mein Praktikum zu beschreiben, denn eine wirkliche Routine hat sich nicht eingestellt.

Es gibt lediglich Aufgaben, die sich in einem festen Turnus wiederholen. Ansonsten hängt der Tages- und Wochenablauf stark von mir selbst ab, je nachdem wo die eigenen Interessen liegen und welche Aufgaben in der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets Schwäbische Alb anstehen.

Eine dieser wiederkehrenden Aufgaben ist das Auslesen der Besucherzählgeräte. Am liebsten starte ich damit früh morgens, wenn noch keine Spaziergänger*innen unterwegs sind. Am Wochenende und nachmittags können die Wanderwege auf der Schwäbischen Alb nämlich sehr voll werden. Mein Lieblingsort ist die Brücke an der Zwiefalter Ach, auf der auch das Bild oben entstanden ist. Der Fluss schlänget sich an dieser Stelle wildromantisch durch Wald und Kalkgestein, fließt ruhiger und ist breiter. Es ist ein wunderschöner Moment zum Verweilen, Stille genießen und Vögel beobachten. Man trifft dort eigentlich immer auf Stockenten, Gänsesäger und die scheue Wasseramsel. Das eigentliche Auslesen der Besucherzählgeräte ist eine Sache von einer Minute. Wichtig dabei ist, dass ich keine zu sichtbaren Spuren hinterlasse, damit kein Trampelpfad entsteht und das Besucherzählgerät unscheinbar bleibt. Das ist jetzt in der Vegetationsperiode manchmal eine ziemliche Herausforderung. 

Nach dem Besucherzählgerät an der Zwiefalter Ach geht es weiter zu einem zweiten Besucherzählgerät, wo ich ein Stück mit dem Auto hinfahre und dann ein paar hundert Meter bergauf gehe. Auch hier ist es sehr schön, weil man mitten in einem Buchenwald steht und es auch sehr ruhig ist. Mir gefällt die Zweifalter Ach aber besser, weil es mehr Kontraste und mehr zu entdecken gibt.

Nach der morgendlichen Aufgabe fahre ich ins Büro zurück, lese und beantworte E-Mails. Manchmal sind dann noch Besprechungen oder kleinere Aufgaben, die bis zum Mittagessen anstehen.

Nach der Mittagspause widme ich mich dann nochmal einem meiner größeren Projekte. Am Anfang des Praktikums war das die Gestaltung von Plakaten zu den Förderprojekten im Biosphärengebiet. Diese wurden im Rahmen des Willkommensfestes für die neuen Kommunen, die durch die Gebietserweiterung hinzugekommen sind, ausgestellt. Später wurde diese Aufgabe durch die Ausarbeitung eines Factsheets mit allgemeinen Infos und regionalen Bezügen übers Biosphärengebiet für die Partner der Partner-Initiative abgelöst. Im letzten Monat meines Praktikums habe ich dann hauptsächlich Daten aus einem landwirtschaftlichen Projekt, das auch Teil meiner Ausarbeitung für die Uni ist, digitalisiert und ausgewertet.

Bevor ich gehe mache ich eine Runde durch die Geschäftsstelle und verabschiede mich von meinen Kolleg*innen und quatsche noch kurz mit den Kolleg*innen vom Biosphärenzentrum, wie der Besucherandrang heute war. Dann gehe ich in mein zeitweiliges zu Hause.

Magdalena Mast

Umweltpraktikantin 2026

Ort

Biosphärengebiet Schwäbische Alb