Urwalddetektive im Hainich
Am Dienstag war mal wieder ein typischer Tag für das Team der Umweltbildung. Uns erwarteten zwei Erstklässler*innen-Gruppen, die den Nationalpark Hainich erleben wollten. Wir sind früh genug aufgebrochen, sodass wir bereits 45 Minuten vor der Ankunft der Klassen an der Umweltbildungsstation (UBiS) ankamen, um nochmal die Materialien zu überprüfen und den Ablauf durchzusprechen.
Heute ist neben zwei Ranger*innen und uns beiden Umweltpraktis auch noch eine Praktikantin der Forschung mit dabei. Sie will als Hospitation in der Umweltbildung neue Eindrücke gewinnen.
Als wir dann am Wanderparkplatz Kammerforst angekommen sind und die Kinder nach und nach mit den Bussen eintrafen, haben wir die beiden Klassen erstmal auf die beiden Ranger*innen aufgeteilt. Die Forschungspraktikantin und ich sind zusammen bei der Rangerin Janice zur Unterstützung mitgekommen. Das Programm, um das es heute gehen sollte, nennt sich „Urwalddetektive“. Wie der Name vermuten lässt, sollen die Kinder dabei als kleine Forscher*innen spielerisch herausfinden, ob es sich denn beim Nationalpark Hainich um einen echten Urwald handelt. Als Hintergrundinfo: Eine große Fläche des NLP Hainich ist als UNESCO Weltnaturerbe der Buchenwälder ausgezeichnet.
Wieder an der UBiS angekommen, sollten die Kinder anhand einer Frottage das Motto der Nationalparke entdecken. Das wurde dann nochmal mit uns durchgesprochen und erklärt, ehe wir von den Kindern verschiedene Perspektiven über Urwälder und die dazu gehörigen Charakteristika gehört haben. Passend dazu haben wir den Comic über Katze Wilma vorgetragen (s. Bild), deren Geschichten über verschiedene Standorte im Hainich verteilt sind. Anschließend ging es weiter mit einer Runde durch das grüne Klassenzimmer, bei der verschiedene Aktionen auf dem Programm standen, wie der Baumbegegnung, einer Becherlupensuche und dem Legen einer „Waldpizza“, die den Kindern den Wald näher bringen und zeigen sollen, wie ‚urwaldig‘ der Hainich doch ist.
Übernehmen konnte ich bei der ganzen Führung verschiedene kleine Erklärungen, Ansprachen und Aktionen, mit denen ich Janice gut unterstützen konnte. Generell fällt es mir von Mal zu Mal leichter den Kindern Inhalte oder Spiele zu erklären und eine gute Stimmung zu erzeugen. Am Ende brachten wir die Gruppe wieder zum Ausgangsparkplatz, wo sie anschließend mit dem Bus abgeholt wurde. Wie nach jeder Führung haben wir dann die Materialien wieder sorgfältig verstaut und für die Führung am nächsten Tag vorbereitet, damit alles gut organisiert und koordiniert bleibt.
Zurück in der Verwaltung in Seebach (Mühlhausen), haben wir erstmal Mittag gemacht. Danach unterscheiden sich die Aufgaben von Tag zu Tag, je nachdem was gerade anfällt und akut ist. Heute haben wir beschädigte Materialien neu gebastelt und ersetzt, ehe wir dann noch mit dem ganzen Team der Umweltbildung eine klassische Team- und Orga-Besprechung für die kommenden Wochen hatten.
Dieser Tag war ein klassisches Beispiel dafür, wie ein normaler Tag in der Umweltbildung bei uns aussieht. Wir haben auch noch weitere längerfristige Aufgaben bekommen, die sich über die Zeit strecken, aber auch Tage, an denen wir bei der Landesgartenschau unterwegs sind, mal von Standort zu Standort fahren oder den ganzen Tag Büroaufgaben erledigen. Insgesamt haben wir also viel Abwechslung. Dennoch prägen die Führungen und das Schulklassenprogramm die meisten unserer Arbeitstage.
Benny Moldenhauer
Umweltpraktikant 2026
Ort
Nationalpark Hainich