Unterwegs mit den Jägern der Nacht 

Infostand des Schutzgebiets mit Infomaterial sowie ausgestopften Vögeln

Heute kann ich endlich mal wieder ausschlafen. Dann anders als sonst bin ich nicht an einem der zahlreichen Infostände oder auf einer Schulklassenführung im Nationalpark Berchtesgaden unterwegs, sondern fahre mit meiner mit Praktikantin Steffi und unserer Kollegin Jasmin Richtung Laufen. Dort betreuen wir einen Stand bei der „Nacht der Natur“, bei der in diesem Jahr der 50jährige Geburtstag der Bayrischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege gefeiert und wird und viele Organisationen vertreten sind.

Gestärkt mit einem Pancake-Frühstück in der großen Praktikant*innen WG fahren wir gegen Mittag zum Veranstaltungsgelände durch die schöne und bergige Berchtesgadener Umgebung. Uns erwartet ein schöner Obstgarten, in dem es schon ordentlich von Menschen wimmelt. Schnell bauen wir an einem schattigen Plätzchen unseren Infostand zum Thema „Jäger der Nacht“ inklusive Basteltisch auf. 

Den Rest des Nachmittags informieren wir Besucher*innen zu Fledermäusen und Eulen, zeigen verschiedene Präparate und klären zu der Wichtigkeit und den Besonderheiten beider Artengruppen auf. Wusstet ihr schon, dass der Sperlingskauz die kleinste in Europa vorkommende Eule ist? Sie ist kaum größer als ihre Namensgeber, kann aber dennoch kleine Vögel und Säugetiere erbeuten. Auch im Nationalpark Berchtesgaden kommt sie vor, da sie alpine Nadelwälder bevorzugt. Auch Fledermäuse faszinieren die Besuchenden mit ihrer Echoortung und den zahlreichen auf besondere ökologische Nischen angepasste Arten. So können wir etwas Licht ins Dunkle der Welt der Fledermäuse bringen, deren Quartiere alle streng geschützt werden. Mit den Kindern basteln wir Fledermausmasken und Eulen-Daumenkinos. 

Die ganze Zeit herrscht reger Betrieb an unserem Stand - dennoch schaffen wir es, über das Gelände zu laufen, uns mit den Menschen an den anderen Ständen zu unterhalten, den Musiker*innen zu lauschen und leckeres Essen inklusive eines Apfel-Birnen Slush Eises zu probieren. Nach 6 Stunden, über 150 kleinen und großen Besuchenden und zahlreichen guten Gesprächen bauen wir schließlich unseren Stand wieder ab. Jetzt haben wir noch kurz Zeit, uns auf dem großen Open-Air Bildschirm einen tollen Film über Bayerns Natur anzuschauen, in dem natürlich auch Bilder aus dem Nationalpark Berchtesgaden nicht fehlen dürfen. 
Nach einem schönen Abend fahren wir wieder zurück und fallen müde aber zufrieden in unsere Betten. 

Marie Werner

Umweltpraktikant*in 2026

Ort

Nationalpark Berchtesgaden