Schatzsuche im Schlossgarten

Eine Grupe Kinder steht mit Lupen auf einer Wiese

Nach der Sommerferienpause gingen Ende August wieder die Junior-Ranger-Treffen im Nationalpark Unteres Odertal los. Alle zwei Wochen treffen sich die Kiebitze, eine Gruppe aus 13 Kindern im Alter von 7 bis 14 Jahren, auf dem Gelände der Nationalparkverwaltung. Die Kinder hatte ich bereits vor den Ferien kennengelernt und wir waren auch schon gemeinsam beim Treffen aller Brandenburger Junior Ranger im Spreewald, bei dem ich auch die beiden dortigen Commerzbank-Umweltpraktikant*innen getroffen hatte.

Für das heutige Treffen wurde ich von den beiden Betreuenden der Junior Ranger, Chris und Vanessa, gefragt, ob ich ein Detektivspiel planen könnte, bei dem auch Karte und Kompass zum Einsatz kommen sollten. Ich hatte einige Zeit zum Planen und konnte mich an vorherigen Aktionen orientieren, war bei der Gestaltung aber völlig frei. 

Da die Treffen bis in den Abend gehen, konnte ich etwas später kommen. Am Vormittag traf ich noch die letzten Vorbereitungen für das Spiel, versteckte die Hinweise und wir gingen noch einmal gemeinsam die Hinweise durch. 

Am Nachmittag kamen dann die Kinder. Zunächst gab es eine kleine Namensrunde, da es nach den Sommerferien einige neue Gesichter gab und wir uns erst zum zweiten Mal sahen, sodass die Namen noch nicht bei allen ganz saßen. Nachdem das geklärt war, ging es an die Einführung in den Kompass. Jedes Kind bekam einen Kompass und ich erklärte, wie dieser funktioniert und wie man ihn richtig abliest. Nach einigen Übungen konnte dann das Detektivspiel beginnen. 

Ein unbekannter Dieb hatte den Nationalparkschatz geklaut! Nun war es die Aufgabe der Kiebitz-Detektive, den Schatz zu finden und den Dieb zu entlarven. Glücklicherweise hatte der Dieb einige Hinweise hinterlassen. 

Im ersten Hinweis gaben die großgeschriebenen Buchstaben Aufschluss über den Ort des nächsten Hinweises. Das fanden die Kinder schnell heraus. Das nächste Gedicht wies auf die Kirche im Schlossgarten hin. Von dort waren nun zwei Wege beschrieben, die von jeweils einer Gruppe mit dem Kompass zurückgelegt werden mussten, um zum nächsten Hinweis zu gelangen. Das klappte erstaunlich gut, obwohl einige Kinder zum ersten Mal einen Kompass in der Hand hielten. 

Danach mussten noch Spuren gelesen und eine kleine Matheaufgabe gelöst werden. Die kam allerdings nicht besonders gut an. Ein Kind meinte sogar, es würde „lieber in den Teich springen, als die Aufgabe zu lösen“. Trotzdem konnten am Ende alle Rätsel gelöst und der Schatz gefunden werden, der dann auch gleich gegessen wurde. Nun galt es nur noch, den Dieb herauszufinden. Als das Fahndungsbild fertig gepuzzelt war, war klar: Es war der Biber! 

Die Kinder waren insgesamt viel schneller als erwartet, sodass wir am Ende noch etwas improvisieren mussten. Nach so viel Nachdenken und Rätseln war es Zeit, sich noch etwas auszupowern. Deshalb spielten wir zum Abschluss noch „Wo ist das Huhn?“. 

Nach zweieinhalb Stunden war das Treffen vorbei und die Kinder wurden wieder abgeholt. Ich schwang mich anschließend ebenfalls auf mein Rad und fuhr auf dem Deich am Nationalpark entlang nach Hause.

Lars Landgraf

Umweltpraktikant 2026

Ort

Nationalpark Unteres Odertal