Geschichten aus dem Wattenmeer

zwei Menschen stehen im Watt, die eine Person interviewt die andere mit einem Mikrofon

Auftakt im Nationalpark

Vom 10. bis 11. September durfte ich die Klaus-Töpfer-Fellowship bei ihrem Besuch im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer begleiten. Das Fellowship ist ein Programm für junge Erwachsene mit Berufserfahrung, die im Umwelt- und Naturschutz tätig sind und sich vernetzen möchten. 

Die Fellows waren vor Ort, um ihr Programm abzuschließen. Ich habe die Chance genutzt, ihnen während der zwei Tage über die Schulter zu schauen und Material für meinen Podcast zu sammeln.

Die Arbeit am Podcast und der internationale Austausch

Was für zwei vollgepackte, bereichernde Tage! Meine Aufgabe war es, Interviews für meinen Podcast zu führen und somit möglichst viel über die Arbeit der Fellows sowie das Thema Ranger*innen in verschiedenen Einsatzgebieten zu erfahren. Und ehrlich gesagt: Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Statt nur danebenzustehen, durfte ich aktiv nachfragen, nachbohren und die persönlichen Geschichten der Leute einfangen.

Ein absolutes Highlight war der internationale Austausch. Alle kamen von unterschiedlichen Kontinenten und aus ganz verschiedenen Kulturen, aber uns hat rasch genau dasselbe verbunden: die Begeisterung für diese Landschaft und der tiefe Wunsch, sie zu erhalten. Ich habe in nur zwei Tagen so viele intensive Eindrücke mitgenommen wie sonst eher nach Wochen. 

Aha-Erlebnisse im Multimar Wattforum

Ein Besuch im Multimar Wattforum in Tönning, unserer Bildungseinrichtung vor Ort, durfte natürlich auch nicht fehlen. Bei einer Führung zum Thema Wattenmeer hatte ich ein echtes Aha-Erlebnis: Wie unfassbar komplex und gleichzeitig zerbrechlich dieses Ökosystem ist, wird dort richtig anschaulich erklärt. Von Seehunden über Wattwürmer bis zum Zusammenspiel von Land, Meer und Mensch darin steckt enorm viel Wissen, und ich finde es großartig, dass es solche Orte gibt.

Sonnenuntergang in Westerhever

Am Abend sind wir nach Westerhever gefahren und haben bei Sonnenuntergang eine Wattwanderung gemacht. Wer das Watt schon einmal im goldenen Abendlicht erlebt hat, weiß, wie friedlich und gleichzeitig gigantisch das wirkt. Der Leuchtturm von Westerhever vor uns, das weite Watt unter den Füßen. Einfach mal Pause machen, um die Stille auf sich wirken zu lassen. Ein wunderschöner Abschluss eines langen, ereignisreichen Tages.

Mein Fazit

Dieser Besuch war nicht nur fachlich durch die Interviews und die Recherche für den Podcast ein voller Erfolg, sondern vor allem durch den menschlichen, offenen Austausch mit den Fellows. Der magische Sonnenuntergang im Watt hat dem Ganzen einen perfekten Rahmen verliehen. Ich bin sehr dankbar, dabei gewesen zu sein und sicher, dass mich viele dieser Eindrücke noch lange begleiten werden.

PS

Wenn ihr mehr über den Besuch der Klaus Töpfer Fellowship erfahren möchtet, dann schaut doch gerne bei dem freiwilligen Podcast „Watt aufs Ohr“ vorbei. Da erscheint bald eine neue Folge!

Link zur Podcast-Reihe: https://www.nationalpark-wattenmeer.de/wissensbeitrag/podcast-watt-aufs-ohr/

Joshua Walter

Umweltpraktikant 2026

Ort

Nationalpark Schlewig-Holsteinisches Wattenmeer