Waldjugendspiele auf der Sellnitz

Kinder bei Waldjugendspielen (Foto Thabea Mundt)

06.00 Uhr: Heute wache ich auf der Sellnitz auf, unserer Bildungsstätte. Seit vier Wochen arbeite ich in der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz und gestern durften wir nach sinkender Inzidenz in die Praktikant:innen-WG einziehen. Ein warmer Tee hilft mir wach zu werden und ich denke daran, dass es ein besonderer Tag für die Abteilung Umweltbildung ist, denn zum ersten Mal in diesem Jahr kommen Kinder auf die Sellnitz.

 

06.40 Uhr: Nationalpark-T-Shirt und Wanderschuhe angezogen, Rucksack geschnappt, Tür zu. Auf geht’s zur Fähre. Auf dem Weg vom Lilienstein hinunter durch den Wald, sehe ich noch einen Fuchs hinter den Bäumen verschwinden. Mit der Fähre übersetzen, dann weiter zur Grundschule.

07.30 Uhr: Die Kinder schauen schon aus den Fenstern Maske auf, die Tür zur Grundschule wird geöffnet, Fußgetrappel und Kindergeschrei schallen mir entgegen. Treppen hinauf zum Lehrerzimmer. Ich suche die Klasse. Die Kinder machen gerade noch den Corona Schnelltest. Der FÖJ-ler kommt auch gerade an und hat seine Kamera im Gepäck.

07.40 Uhr: Los geht’s mit 22 Kindern wieder mit der Fähre über die Elbe und den Berg rauf zur Sellnitz. Einige kennen den Weg schon von ihren Juniorranger-Treffen. Natürlich kommt auf dem Weg schon die erste Frage: „Was machen wir heute?“ Es sind Waldjugendspiele. Dabei treten mehrere Gruppen gegeneinander an und stellen an verschiedenen Stationen im Wald ihren scharfen Verstand, Geschick und Teamgeist unter Beweis.

09.00 Uhr: Auf der Sellnitz angekommen, setzten sich die Kinder erstmal hin und frühstücken nach dem anstrengenden Aufstieg. Alle Mitarbeitenden stehen in den Startlöchern. Die Ranger haben schon ihre Stationen aufgebaut, ein anderer Commerzbank-Praktikant ist schon bereit, gleich die Kinder an seiner Station zu betreuen. Der Nationalparkleiter hält eine kleine Rede und stellt das Team vor. Dann wird noch schnell ein Gruppenfoto gemacht. Die Spiele sind eröffnet.

09.30 Uhr: Vorfreude und eine große Aufbruchsstimmung zeigen sich nicht nur bei den Kindern. Die Stationsbetreuer gehen in den Wald, die Kinder folgen der vorbereiteten Wegekarte, um sich den Aufgaben zu stellen. Ich gehe mit unserer Chefin in den Keller. Dort stellen wir für jedes Kind ein kleines Tütchen zusammen. Für das Siegerteam wird noch eine Überraschung bereitgehalten.

10.30 Uhr: Alles ist für die Siegerehrung vorbereitet, also haben wir die Chance genutzt auch einmal selbst an den Stationen vorbeizuschauen. Zurück von der Stippvisite werden die Laufzettel der Gruppen eingesammelt, schnell die Platzverteilung ausgerechnet und die Urkunden mit Namen versehen.

11.30 Uhr: Siegerehrung, es wird spannend. Die Schmetterlinge gewinnen. Urkunden, Tüten und Fotos werden verteilt. Dann ist auch schon das ganze Spektakel vorbei und die Klasse geht zurück zur Schule nach Königstein. Das Team bleibt zurück, es wird noch aufgeräumt. Da schon mal alle zusammen auf einer Bank sitzen, werden auch gleich die Aufgaben und Programme für die nächste Zeit besprochen. Aber nicht nur das, es wird auch über das vergangene Jahr und dessen Erfolge gesprochen. Letztlich sind alle froh, jetzt endlich wieder tobende Kinder auf der Sellnitz zu sehen.

Thabea Mundt

Umweltpraktikantin 2021

Ort

Nationalpark Sächsische Schweiz